Petition gegen Markus Lanz erreicht 230.000 Unterzeichner

Markus Lanz hat sich verzockt! Nicht zum ersten Mal wirft Lanz Gästen Populismus vor und bedient sich dabei selbst seiner Methoden.

Foto: PChStudios | iStock | Thinkstock

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Sein jüngstes „Opfer“: Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht. Wann immer Lanz argumentativ mit seinem Latein an Ende ist, fällt er Wagenknecht ins Wort, wirft ihr vor, nur die halbe Wahrheit zu erzählen. Was aber die ganze Wahrheit ist – darüber lässt Lanz das Publikum im Unklaren.

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Dabei versucht Lanz stets den Eindruck zu erwecken, er hätte das Publikum an seiner Seite und spräche ganz mutig endlich einmal das aus, was Politiker sonst mit Worthülsen zudecken. Die Attacken gegen Sarah Wagenknecht fanden aber beim Publikum so gar keinen Anklang. Sicher auch deshalb nicht, weil Wagenknecht völlig ungerührt sachlich blieb.

Petition gegen Lanz beim ZDF

Eine am Freitag gestartete Petition gegen Markus Lanz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erreichte bereits mehr als 230.000 Zeichner. Unter dem Titel „Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr“ fordern die Initiatoren das ZDF auf, sich von Lanz zu trennen.

Mit den Worten:

Ein Moderator, der nicht fähig ist ohne Entgleisungen zu moderieren, den Offenheit und der Umgang mit abweichenden Meinungen offenbar überfordern, der Fragen stellt und die Antworten nicht hören will und der seine eigene Meinung stets über die seiner Gäste stellt, sollte nicht vom Beitragszahler alimentiert werden.

wird diese Forderung begründet.

Petition Sendung in der Mediathek

Anm.d.Red.: Was meint Ihr dazu? Habt Ihr die Sendung gesehen? Fandet Ihr Lanz wirklich so übel? Schreibt uns Eure Meinung! Wir freuen uns auf Euren Kommentar gleich unter diesem Artikel.

Stimmen aus der Blogosphäre
Horst fand den Diskussionsstil von Lanz zwar auch abstoßend, spricht sich aber gegen einen öffentlichen Pranger und gegen ein Berufsverbot für Lanz aus.

Kotzendes Einhorn – Daniel bricht eine Lanze für Lanz (geile Headline!) und spielt dabei auch auf die Doppelmoral der Dschungelgucker an

Medienwissenschaft.de – Maximilian setzt sich mit der Frage der Objektivität in der umstrittenen Sendung detailliert auseinander

Harald interpretiert Lanz dümmliche Art ähnlich wie ich, hätte sich von Wagenknecht aber mehr Biss gewünscht.

Nico Lumma fragt, warum denn niemand in das Vakuum grätscht, das die lapidaren Plaudershows der Öffentlich-Rechtlichen lassen.

Ruhrbarone – Stefan sieht den aktuellen Aufstand nicht durch die Vorkommnisse in der Sendung gerechtfertigt und stichelt ein bisschen gegen Wagenknecht

Knoettig – Jan ist von den Lanz-Kritiker genervt und fragt, warum Politiker überhaupt in solche Sendungen gehen.

Wolfgang widmet sich in seinem Beitrag vor allem den „Diskussionsbeiträgen“ von Hans-Ulrich Jörges, der ähnlich „brillierte“ wie Lanz.

Bei Stefan Niggemeier gibt es eine ausführliche Analyse des Gesprächs mit vielen Zitaten.

Philipp Möller, der ebenfalls als Gast in der Sendung war, ist der wahre Gewinner der Veranstaltung. Nachdem die Kombattanten schon zu Beginn der Sendung ihr Diskussionspulver verschossen haben, konnte Philipp am Ende völlig ungestört seine Bücher vorstellen.

IK News – feuert heftig gegen Lanz und Jörges und sieht schon „Stühle wackeln“

Update: Nach knapp zwei Wochen und 230.000 Zeichnern schläft die Petition jetzt langsam ein. Die Macher der Petitionsplattform haben inzwischen übrigens verkündet, künftig keine Petitionen mehr zuzulassen, die sich gegen Einzelpersonen richten.

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