Wie internetsüchtig bin ich wirklich?

Martin vom Webmasterfriday hat diese Woche nach dem Internetkonsum und der Suchtgefahr durch das Netz gefragt. Ein tolles Thema, das ich unbedingt mit ein paar Antworten beglücken muss.

Internetsüchtig?

Internetsüchtig? (Foto: Miriam Doerr | Shutterstock)

Gehört ihr auch zu denen, die nicht mehr ohne Vernetzung sein können?

Ja und nein. Ich kann beruflich auf das Internet nicht verzichten und ein Großteil meines Alltags spielt sich im Internet ab. Wenn ich aber beispielsweise im Urlaub bin, vermisse ich das Netz überhaupt nicht. Auch bei Freizeitaktivitäten bekomme ich keine zittrigen Hände, weil ich nicht online bin.

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Habt ihr im Restaurant das Handy auf dem Tisch liegen – und geht ran, wenn es sich meldet?

Definitiv nicht! Ich hasse das! Zum Glück gibt es in meinem Freundeskreis niemanden, der auf einem Smartphone rumrubbelt, wenn er mit mir essen geht. Das liegt bestimmt daran, dass ich ein so unglaublich interessanter Gesprächspartner bin 😉

Könnt ihr zuhause noch etwas anderes machen, ohne die digitalen Kisten ständig im Blick zu haben?

Ja, auch das funktioniert. Wir gucken bspw. jeden Abend Filme und Serien. Meist ohne Tablet 😉

In welchen Situationen seid ihr wirklich offline?

Das ist eine Definitionsfrage. Ich habe mein Smartphone meist dabei. Darauf läuft aber keine Facebook, Twitter oder E-Mail App. Ich kann etwas nachschauen (den Weg, die Zugverbindung), wenn ich Hilfe brauche. Ansonsten ist das Gerät aus oder maximal als MP3-Player im Einsatz. Aber ganz streng genommen ist das nicht „offline“ – denn ich habe ja die Sicherheit, dass mir meine Netzwelt notfalls hilft. Und darauf möchte ich auch nicht verzichten.

Hälst Du Dich für Internet-süchtig?

Nein. Aber Andere sicher schon. Muss mich das beunruhigen?

Siehst Du darin ein Problem?

Nein. Sonst würde ich es angehen.

Ist Internet-Sucht schon ein gesellschaftliches Problem?

Die starke Internetnutzung beeinflusst unsere Gesellschaft in vielen Bereichen. Ob das immer als Sucht zu bezeichnen ist? Eher nicht. Das Internet ist eher ein Virus, der die Menschheit infiziert hat. Die „Krankheitssymptome“ erscheinen den meisten Menschen aber weniger schlimm als die Konsequenzen der Heilung.

Oder wann wird sie ein Problem?

Wenn sie soziale Kontakte vernichtet. Das ist in der großen Mehrheit der Bevölkerung aber nicht der Fall. Im Gegenteil – die meisten Menschen haben durch das Netz mehr soziale Kontakte.

Und falls es Dich nicht betrifft: was beobachtest Du in Deinem Umfeld?

Ich sehe schon die Leute, die zu fünft im Restaurant sitzen und auf ihre Telefon glotzen. Aber das sind meist so Menschen, die sich auch vorher nicht viel zu sagen hatten.

via Webmasterfriday

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